Es war eigentlich mehr oder weniger abzusehen: DICE' Battlefield: Bad Company 2 glänzt mit guten Verkaufszahlen und reichlich Aktivität auf allen Plattformen. Eine Statistik des Marktforschungsunternehmens DFC Intelligence spricht da eine recht deutliche Sprache. Die Statistik, wenngleich sie nur die Xbox-Nutzer berücksichtigt, stellt aktuelle Blockbuster gegenüber und vergleicht die Aktivität der jeweiligen Games.
Unbestritten auf Platz 1 ist Modern Warfare 2. Doch wer sich die Statistik anschaut, wird recht schnell erkennen, dass die Aktivität seit Jahresanfang um nahezu die Häflte eingebrochen ist.
Ein durchaus bemerkenswerter Wert. Der erste, gewaltige Absturz war mit Release von Mass Effect 2 zu verzeichnen. Dessen Zahlen stecken vergleichsweise auch die Aktivität am Tage der Veröffentlichung von Battlefield: Bad Company 2 locker ein, allerdings nahm die Aktivität sehr schnell sehr rapide wieder ab. Modern Warfare 2 musste währenddessen weiter Einbrüche hinnehmen, fing sich im Laufe der Tage und Wochen aber wieder auf ein gewöhnliches, absteigendes Niveau. Gewöhnlich nicht, weil die MW2-Zocker das Game satt haben, sondern weil Neuerscheinungen grundsätzlich immer an den Zahlen der Topplatzierungen nagen.Doch dann kam Battlefield: Bad Company 2. Während dessen Aktivität an den Releasetagen in die höhe schoss, brach die Aktivität bei Modern Warfare 2 deutlich ein. Und auch der Einbruch selbst verläuft kontinuierlich steiler bergab, als kurz nach Release von Mass Effect 2. Ob der Trend anhalten wird, müssen die nächsten Wochen zeigen, doch scheint DICE es geschafft zu haben einige MW2'ler abzugreifen. Natürlich spiegeln diese Zahlen nur die Xbox-Aktivitäten wider, während es für PS3 und vor allem für PC keine Zahlen gibt. Es ist aber wohl recht naheliegend, dass gerade auf PC die Zahlen noch eindeutiger sein dürften.
Gerüchte zum kommenden Call of Duty Part... Möglicher Nebentitel von Call of Duty 7 könnte nach der gestrigen News auf Tek-9.org, welche aber mittlerweile wieder aus dem Netz genommen wurde, 'Black Ops' lauten. 'Black military operations' bzw 'paramilitary operations' sind verdeckte Operationen die meist durch den CIA's Special Activities Division initiiert wurden. Das Gros dieser Aktivitäten fand während des Kalten Krieges statt. Koreakrieg, die Kuba Krise, der Vietnamkrieg und Somalia sind da nur die wenigen, sehr bekanntesten Schauplätze.
Konkret wurde von Tek-9 erwähnt, dass sich eine Mission angeblich mit der 1980 stattgefundenen Geiselnahme in der iranischen Botschaft in London befassen würde. Als SAS Mitglied (Special Air Service) stürmt man in der Operation Nimrod die Botschaft, welche von arabischen Terroristen und Geiselnehmer besetzt wurde.Weiter wurde darauf hingewiesen, dass in dem im November erscheinenden Titel wieder der allseits beliebte Zombie-Part integriert wird. Bleibt natürlich abzusehen, ob wir mit der eingedeutschten Version in den Genuß dessen kommen werden. Der wichtigste Punkt der News betrifft aber wohl den PC-Multiplayer-Part von CoD7. Jeder Fan wird es mit Begeisterung aufnehmen, dass Treyarch angeblich aus den Fehlern Infinty Wards gelernt hat, und den neuesten Spross der CoD-Serie wieder mit dedizierten Servern ausstatten wird. Wenn man einer bereits wieder gelöschten News Glauben schenken möchte, darf man als CoD PC-Spieler wohl wieder neue Hoffnung schöpfen.
Ein Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden ist die Debatte um sogenannte Killerspiele weitgehend verstummt. Wohl auch, weil es kaum Argumente für ein Verbot gibt. Im Gegenteil: Die größten Massenmörder der Geschichte kannten keine Killerspiele. Und konsequenterweise müsste es zunächst ein Verbot von Bibel und Koran geben.
Die schlimmsten Massenmörder der Geschichte kannten keine Killerspiele und haben dennoch Millionen Menschen umgebracht. Hätten Hitler, Mao und Stalin noch schrecklicher gewütet, wenn ihnen Counter-Strike bekannt gewesen wäre? Wohl kaum. Für die Taliban ist der Besitz von PC-Spielen ein schwerer Straftatbestand. Gleichzeitig besitzen europäische und amerikanische Jugendliche Millionen Computerspiele, von denen wiederum viele sogenannte Killerspiele sind. Die EU-Staaten und die USA sind moderne Länder und friedlichen Gesellschaften. Die Taliban sind ein Terrorregime. Es scheint, dass es sich da sicherer leben lässt, wo Counter-Strike spielen erlaubt ist.
Eine Vielzahl von Untersuchungen und Studien verneint die Behauptung, dass Killerspiele das Gewaltniveau steigern. Weshalb sollte das auch so sein? Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen Fiktion und Realität. Wenn Kinder sich Äste greifen und miteinander kämpfen, wächst in ihnen auch nicht der Wunsch, anderen Menschen den Kopf abzuschlagen. Ein Computerspiel ist ein Computerspiel. Niemand tötet im Namen von Counter-Strike, im Namen von Religionen hingegen schon. Die Bibel steckt voller Aufrufe zur Gewalt. Von daher müsste eigentlich erst einmal ein Verbot von Religionen gefordert werden. Aber keiner der Killerspiel-Gegner setzt sich dafür ein. Offenbar haben Religionen eine bessere Lobby. Es schreibt ja auch niemand Killerbuch, wo die Bibel oder der Koran gemeint sind. Wer behauptet, zwischen Killerspielen und Amokläufen gäbe es einen notwendigen Zusammenhang, macht es sich zu einfach. Millionen Kinder und Jugendliche spielen solche Spiele. Sie töteten keine Menschen, sie kämpfen in einer virtuellen Welt. Das ist nicht real. Weshalb sollte das ihre Hemmschwelle senken? Wie viele Jugendliche sind gewalttätig, weil sie PC-Spiele besitzen? Es gibt viele Gründe dafür, warum Jugendliche auf die schiefe Bahn geraten, der Besitz von Counter-Strike gehört nicht dazu. Solche Jugendliche haben in ihrem Umfeld oftmals Aggressivität und Gewalt erlebt, sie haben sich dem angepasst. Die Gewalt in der Realität hat sie zu Schlägern gemacht, nicht die virtuelle auf einem Bildschirm. Dass man bei jugendlichen Amokläufern Killerspiele findet, beweist nichts, außer die weite Verbreitung dieser Spiele. Der Versuch, Killerspielen zumindest eine Mitschuld an Amokläufen zu geben, ist dem Wunsch geschuldet, eine rationale Erklärung für eine irrationale Tat zu finden. Den Hinterbliebenen ist damit aber nicht geholfen. Was damit erreicht wird, ist eine emotionale bis hysterische Debatte, bei der irritierend leichtfertig das Verbot von Computerspielen gefordert wird. Das führt zu nichts, außer zu mehr Unfreiheit. Was machen wir, wenn nach dem Verbot der Killerspiele wieder etwas passiert? Was verbieten wir dann?